Knoten, Gefäße, Gestalten – Ausstellung: Schmuck Porzellan Fotografie
- Kirstin Jankowski

- 13. Nov. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 9 Stunden

Schmuck: Kirstin Jankowski / ZWEI MACHEN SCHMUCK
Porzellan: Petra Hilpert / soprana design
Fotografie: Christoph Honig
Die Ausstellung bei ZWEI MACHEN SCHMUCK zeigt Schmuck, Porzellan und Fotografien, die Alltagsgegenstände künstlerisch interpretieren und das Alltägliche zur Kunst machen.
In der neuen Schmuckkollektion „Knoten“ von Kirstin Jankowski stehen verschlungene Knotengeflechte im Mittelpunkt. Die Knoten, die uns im Alltag oft lästig sind – ob in Ketten, Hoodie-Bändern oder Schnürsenkeln – werden hier zum ästhetischen Gestaltungselement in den Entwürfen für Ketten und Ohrschmuck. Aus Steinkugeln oder Perlen geknüpft und mit feinen Silber- oder Gelbgoldketten bzw. -drähten kombiniert, entstehen minimalistische, auf das Wesentliche reduzierten und dennoch ausdrucksstarken Formen. Die Knoten scheinen keinem strengen System zu folgen, wie beispielsweise die keltischen, maritimen oder Makramee-Knoten. Je nach Größe und Beschaffenheit der verwendeten Kugeln fällt jeder Knoten anders aus – jedes Schmuckstück ist somit ein Unikat. Die Farbpalette reicht von kontrastreich und lebendig bis hin zu dezent und elegant.
Unter dem Label soprana design entwirft Petra Hilpert multifunktionale Geschirrstücke und Wohnaccessoires aus Porzellan, Keramik und Glas. In der Ausstellung zeigt sie individuell gefertigte Trinkgefäße, darunter Intarsienbecher, bei denen sie weißes Porzellan kunstvoll mit zarten Pastellfarben kombiniert. Während die Innenseite mit einer glänzenden Glasur versehen ist, um höchste Funktionalität und leichte Reinigung zu gewährleisten, besticht die Außenseite durch die edle, samtig-matte Haptik von unglasiertem Biskuitporzellan. Passend dazu sind pastellfarbene Teeschalen zu sehen. Die feine Farbgebung in sanften Pastelltönen entsteht durch die komplett eingefärbte Porzellanmasse, wodurch eine dauerhafte, elegante Farbechtheit gewährleistet ist.
Die Fotoserie „Who are you“ des Essener Fotografen Christoph Honig zeigt Gebilde, die sich aus Alltagsgegenständen zusammensetzen und zu Figuren gestapelt werden. Gläser, Porzellan, Schachteln, Tassen, Konservendosen, Schalen, Vasen oder auch Eierkartons bilden Rumpf, Oberkörper und Hals. Knöpfe, Tischtennisbälle, Haushaltsgummis oder vertrocknete Blütenblätter erinnern an Augen, Kragen, Haare, Nasen, Ohren oder Arme. Erstaunlicherweise setzt sich alles nahtlos zu puppenartigen Figürchen zusammen. Sie zitieren Typen und Charaktere, die uns irgendwie bekannt und vertraut sind. Da sind der Militär, der Pfaffe, das Elternteil mit Kind, die Mamsell und ein Exot. Es sind auch Materialcollagen, die sich zu vorbildlosen, aber offensichtlichen Personenerscheinungen mit Stimmungsausdruck zusammensetzen. Es sind zufällige Figurenassoziationen, die sich aufdrängen, eine ganz eigene, witzige Geschichte erzählen und zum Schmunzeln einladen



Kommentare